30.04.2018


Natan Grossmann – einer der letzten Zeitzeugen des Holocaust
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Einen besonderen Gast konnte Schulleiter Herr Martin Neumann, OStD. am Donnerstag, 19. April 2018 im vollen Mehrzweckraum am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum am Standort Günzburg begrüßen: Natan Grossmann, der dem Tod des Holocaust entronnen ist, der nicht verhungerte, erfror oder vergast wurde - wie seine Familie und viele seiner Landsleute. „Sie kämpfen gegen das Vergessen“, würdigt Schulleiter Martin Neumann, OStD. den Besuch des 91jährigen Natan Grossmann, den die Fachschaft Religion, federführend durch Elke Warnecke organisiert hat.
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„Ich bin verpflichtet, es ist sonst keiner mehr da“, so wendet er sich eindrucksvoll an die Schülerschaft, die gebannt seinen Worten folgen. Sein Anliegen ist, gegen die zu kämpfen, die heute den Schrecken des Holocaust verleugnen wollen.
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Mit seiner jüdisch gefärbten Sprache gelingt es Natan Grossmann die Auszubildenden auf seine Reise in die Vergangenheit mitzunehmen und erzählt u. a. von der Zwangsumsiedelung und dem Leben im Ghetto in Lodz, das von Hunger und Krankheiten geprägt war. Seine Zeit im Konzentrationslager Auschwitz überlebte er mit viel Glück und wird in Braunschweig in der Rüstungsindustrie zwangseingesetzt. Nach Kriegsende lebt er lange Zeit in einem Kibbuz am See Genezareth und kämpft hier für den Staat Israel. Zur Behandlung seiner gesundheitlichen Spätfolgen kommt Grossmann nach München und lernt dort eine Deutsche kennen, die er später heiraten wird.
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Elke Warnecke, Fachschaft Religion, moderiert die Veranstaltung um Natan Grossmann
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Schulleiter Martin Neumann, OStD. (li) mit dem Holocaust- Überlebenden Natan Grossmann (re) im Gespräch. "Ich habe die Hölle überlebt", so Grossmann. Er kämpft gegen das Vergessen und die Verleugnung der Schrecken des Holocaust.
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Bilder:
Manfred Streit

Text:
Carola Holder



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