06.11.2017





EU-Projekt: Hoher Besuch an der Berufsschule Günzburg
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Zwei hochkarätige Gäste konnte Schulleiter OStD Martin Neumann und sein Stellvertreter StD Manfred Streit Ende Oktober in Günzburg begrüßen. Zur feierlichen Übergabe der Zeugnisse und der EU-Mobilitätspässe für 20 angehende Industriekaufleute waren Stephan Plichta vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) aus München und vor allem Sarah Iles vom European College of Business and Management (ECBM) aus London extra angereist.
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Dass die Gäste aus München oder sogar aus London angereist waren, hatte in diesem Jahr einen besonderen Grund. Nicht nur, dass 20 junge Indusriekaufleute wieder das von der EU geförderte Projekt "Background to British Business" im Rahmen von Erasmus+ erfolgreich absolviert hatten lockte die Gäste nach Günzburg. Es gab auch ein Jubiläum zu feiern. Bereits seit nunmehr 10 Jahren wird das von StDin Christine Hock angestoßene und geleitete EU-Projekt inzwischen an der Berufsschule Günzburg durchgeführt: Zu Beginn in Form von Praktika für Einzelhandelskaufleute, später für Industriekaufleute zusammen mit den Berufsschulen Wittelsbacher Land und seit einigen Jahren als komplett in Eigenregie. Und das Projekt boomt weiter: Bereits jetzt gibts es 45 Interessenten für die 20 Plätze im Frühjahr 2018.
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Schulleiter OStD Neumann ging bei seinem Grußwort neben seinem Lob auch auf die Schwierigkeiten von EU-Projekten bei einer angespannteren Sicherheitslage und dem Brexit ein, sein Stellvertreter StD Streit bedankte sich in erster Linie bei den Lehrkräften, die dieses Projekt mit hohem Zeitaufwand seit nunmehr 10 Jahren durchführen. Anschließend präsentierten die Schüler ihre in England geleistete Arbeit und ihre kulturellen Erlebnisse. Insgesamt drei Wochen hatten sie im vergangenen März zusammen mit zwei Lehrkräften in der britischen Hauptstadt verbracht und dabei sich und ihre englischen Sprechfertigkeiten massiv weiterentwickeln können. Dementsprechend dankbar waren die Industriekaufleute sowie ihre Eltern und Ausbilder.
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Sarah Iles vom Londoner ECBM ließ es sich nicht nehmen, den Absolventinnen und Absolventen persönlich ihren "Europass Mobilität" zu verleihen. Dieser ist ein wichtiges Dokument für die Bewerbungsmappe, das nicht nur den Auslandsaufenthalt, sondern auch die dort erworbenen Kompetenzen bescheinigt. Nach bestandener Abschlussprüfung dürfen die jungen Industriekaufleute zudem den Titel "Kauffrau / Kaufmann International (AHK)" tragen. Sarah Iles lobte das Engagement und den Zusammenhalt der Gruppe und überreichte anschließend die Zeugnisse. Wieder einmal konnten die Absolventinnen und Absolventen herausragende Leistungen erzielen.
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Abschließend zeigte Stephan Plichta vom ISB den interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern eindrucksvoll auf, welche Mühen sich für das schulinterne Organisationsteam bei einem solchen EU-Projekt ergeben. Plichta berichtete auch von weiteren Auslandserfahrungen und immer mehr abgerufenen Fördergeldern der bayerischen Berufsschulen aus dem Fördertopf für Erasmus+. Einen Lacher erntete er, als er von seinem eigenen ersten "EU-Auslandsaufenthalt" mit einer Berufsschule berichtete: Plichta war 1989 mit seiner Schule in der DDR.
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Beim anschließenden "Get-together" ließen die Schülerinnen und Schüler noch einmal die drei Wochen London Revue passieren, bevor sie mit ihren neuen Glanzstücken für die Bewerbungsmappe den Heimweg antreten konnten.







OStD Martin Neumann, Schulleiter im Gespräch mit Sarah Iles vom Londoner ECBM

Bilder:
Stefan Behnke



Text:
Max Deisenhofer




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