"Welcome to sodom"





Besuch im Kino BIIGZ: "Welcome to sodom"
Schülerinnen und Schüler "reisen" in die größte Müllhalde Europas
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Schülerinnen und Schüler des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums besuchten am Donnerstag, 17.10.2019 den Dokumentarfilm „WELCOME TO SODOM“. Dieser lässt die Zuschauer hinter die Kulissen von Europas größter Müllhalde mitten in Afrika blicken und porträtiert die Verlierer der digitalen Revolution.„Sodom“ nennt man den Teil der ghanaischen Hauptstadt Accra, den nur jene betreten, die unbedingt müssen. Die Deponie von Agbogbloshie ist Endstation für Computer, Monitore und anderen Elektroschrott aus Europa und aller Welt. Rund 250.000 Tonnen ausrangierte Computer, Smartphones, Drucker und andere Geräte aus einer weit entfernten, elektrifizierten und digitalisierten Welt gelangen Jahr für Jahr hierher.
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Die Nachfrage nach den neusten elektronischen Accessoires in der Ersten Welt explodiert. Hersteller melden regelmäßig Umsatzrekorde. Doch diese Lifestyle-Produkte sind oft schon nach kurzer Zeit wieder „out“ und damit Schrott. Hunderttausende davon landen in Ghana, wo Kinder und Jugendliche den Elektroschrott unter freiem Himmel zerkleinern. Durch das Schmelzen alter Kabel in pechschwarzen Rauchwolken werden neue Rohstoffe gewonnen. Für die einen ein „sauberes“ Geschäft, für die Anderen giftiger Alltag. Der Film zeigt dabei nicht die Mechanismen des illegalen Elektroschrotthandels, sondern die Lebensumstände und Schicksale von Menschen, die am untersten Ende der globalen Wertschöpfungskette stehen. Die Müllhalde von Agbogbloshie wird höchstwahrscheinlich auch letzte Destination für die Tablets, Smartphones und Computer sein, die wir morgen kaufen!
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In Sodom arbeiten und leben die Menschen.
Dieses Bild aus dem Film zeigt, dass sich die Arbeiter fit halten, um den schweren Arbeitstag zu bewältigen.
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In der anschließenden Gesprächsrunde stand einer der Regisseure des Films, Florian Weigensamer, zur Verfügung, der sich für die Fragen der Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stellte. Die Recherchen und Dreharbeiten zum Film erforderten einen zweimonatigen Aufenthalt des Teams in "Sodom". Im Austausch mit den Kinobesuchern berichtete er eindrucksvoll über seine Begegnungen und Erfahrungen, über die menschenunwürdigen Bedingungen, den Gestank nach Rauch und schwellendem Plastik in der Luft.
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Möglich würde der kostenlose Kinobesuch unter der Kooperation der AOK Günzburg, der Kreisabfallwirtschaft Günzburg, dem Landratsamt und der Sparkasse Günzburg. Wir danken herzlich für die großzügige Unterstützung!
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Weiteres zum Inhalt erfahren Sie unter www.welcome-to-sodom/.de.
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Foto: Elke Warnecke
Fachschaft Religion

Text: Christine Hengeler
(Umweltfachkraft, Landratsamt Günzburg

und Carola Holder
(Koordinatorin für außerschulische Kontakte)



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