31.05.2017


Europafachtag 2017 der Berufsfachschule für Kinderpflege in Krumbach
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Mittlerweile zum fünften Mal wurde an der Berufsfachschule für Kinderpflege in Krumbach die Europaflagge gehisst und der Europafachtag gebührend gefeiert. Unter dem Projekttitel „Frühpädagogische Curricula und Professionalisierung in Europa – Kompetenzerweiterung für Lernende und Bildungspersonal“ bekamen 18 Mobilitätsteilnehmer ihre Europässe verliehen für die Teilnahme an dreiwöchigen Praktika in Österreich, England oder Finnland. Gefördert wird dieses Projekt von der Europäischen Kommission im Programm Erasmus+. 14 Schülerinnen und vier Lehrkräfte der Berufsfachschule für Kinderpflege hatten so die Möglichkeit die Umsetzung der frühkindlichen Bildung im Ausland direkt vor Ort zu erleben. Außerdem entsendete die Berufsfachschule für Kinderpflege noch weitere Personen aus dem mittlerweile gut verzweigten Europa-Netzwerk als Begleitpersonen für die teilnehmenden minderjährigen Schülerinnen – dazu zählen Lehrkräfte und Erzieherinnen aus den Kindergärten im Landkreis.
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Die stolzen Mobilitätsteilnehmer mit ihren Europässen
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Nach der Europahymne, die von Schülerinnen der 10. Klasse der Berufsfachschule für Kinderpflege vorgetragen wurde, begrüßte Walter Müller, der Außenstellenleiter der Berufsschule in Krumbach als Gäste Stephan Plichta vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung, München sowie Eltern und Praxisanleiterinnen der Schülerinnen. Elisabeth Dressel, verantwortlich für das EU-Team Krumbach, führte durch das Programm und nahm die Zuhörer mit auf eine Reise ins Land der Sachertorten mit vollgepackten Koffern und erwartungsvollen Schülern, hin zu englischen Gastfamilien und bilingualen Erfahrungen in Richmond/ London um schließlich im kalten, verschneiten Finnland zu enden, wo die Kindergartenkinder besonders ruhig und ausgeglichen sind. Die Schülerinnen präsentierten dazu anschaulich ihre Lernergebnisse und forderten auch das Publikum zum Mitmachen auf in Form von landestypischen Rätseln und Reimen.

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Als Fazit stellten die Schülerinnen u.a. fest, dass sie durch die Erfahrungen im Ausland:xx
… „viele praktische Anregungen für die pädagogische Arbeit in Deutschland erworben haben.“
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… „wir nun ein besseres Einfühlungsvermögen für Kinder mit Migrationshintergrund haben.“x

… „wir eine Bereitschaft für zukünftige Lernaufenthalte im Ausland entwickelten.“
Frau Dressel führt durch das Programm
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Herr Plichta vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung gab anschließend einen kurzen, unterhaltsamen Überblick über die Erfolgsgeschichte „30 Jahre Erasmus“. Dabei zeigte er auf, dass im Laufe der Jahre immer mehr Gelder von der Europäischen Kommission zur Verfügung gestellt und in Bayern proportional mehr Anträge als im restlichen Teil der Bundesrepublik genehmigt wurden. Er wies aber ebenso daraufhin, dass solche Projekte nur durch das außergewöhnliche Engagement der verantwortlichen Lehrkräfte zu stemmen sind. „1989 war ich selbst Teilnehmer an einem Erasmus-Aufenthalt in der damaligen DDR, für unsere heutigen Schüler schwer vorstellbar dass es ein anderes Land war und ich kann mich an viele Dinge nicht mehr erinnern – aber an den Namen unseres Lehrers.“

1000 Farben hat die Welt
Die Lernenden der Berufsfachschule für Kinderpflege überzeugten danach das Publikum mit dem eingeübten Musical „1000 Farben hat die Welt“. Dabei zeigten sie neben musikalischem und schauspielerischem Talent, dass man auch mit der Kraft der Fantasie reisen kann. Sie machten deutlich, dass unsere Welt bunt ist und wir Menschen mit Phantasie und Mut und Händen, die zupacken können, brauchen.
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Europassverleihung
Allen Teilnehmern konnte dann der „Europass Mobilität“ verliehen werden. Dieser macht Lern- und Berufserfahrungen in Europa transparent und vergleichbar. Er dokumentiert neben den absolvierten Praktika auch die erworbenen Kompetenzen beruflicher, sprachlicher und sozialer Art. Er ist damit ein wichtiges Dokument für die Bewerbungsmappe.
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Ausblick
Auch im Schuljahr 2017/18 werden wieder Schülerinnen und Lehrkräfte der Berufsfachschule für Kinderpflege mit Erasmus+ durch Europa reisen.
Das EU-Team freut sich, dass ein neuer Förderantrag vor kurzem bewilligt wurde. So kann das Mobilitätsprojekt auch von 2017 - 2019 weitergeführt werden – mit einer Neuerung –der Kindergarten der Deutschen Schule Bilbao ersetzt das Partnerland Großbritannien, welches aufgrund des Brexits in diesem Jahr letztmalig von den Schülerinnen besucht werden konnte.
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Kulinarische Köstlichkeiten haben die 10. Klasse der Berufsfachschule für Kinderpflege vorbereitet und in der Pause den Gästen angeboten.



Bild und Text:
Juliane Grebner
Erasmus-Team, BFS Kinderpflege




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