18.11.2016


Dominic Musa Schmitz: „Ich war ein Salafist“
Schülerinnen und Schüler des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums erhalten
einen Insiderblick in die deutsche Salafisten – Szene
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Dominic Schmitz warb jahrelang für den Salafismus – missionierte auf der Straße, in der Moschee und im Netz. Er unternahm mit dem Salafisten-Prediger Pierre Vogel eine Pilgerfahrt nach Mekka, der Islamisten-Führer Sven Lau war sein religiöser Coach. Heute reist er durch Deutschland, um Schüler vor solchen gefährlichen Irrwegen zu warnen.
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Auf Einladung der Volkshochschule Günzburg und der Koordination der Fachschaft Religion versammelten sich ca. 250 Auszubildende des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums am Freitag, 18.11.2016 im Günzburger Forum am Hofgarten. Gefolgt waren der Einladung auch Schülerinnen und Schüler der Nachbarschulen in Günzburg. In dem voll belegten Saal zieht Dominic Musa Schmitz die Zuhörer in seinen Bann.
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Er erzählt, warum der radikale Islam für ihn interessant war und wie er seine Salafistenzeit erlebte. Er sei ein Suchender gewesen und er war empfänglich für salafistische Antworten - Antworten die durch eine buchstabengetreue Auslegung des Korans abgeleitet und durch bedingungslosen Gehorsam eingefordert werden. Seine Anschauung gerät erstmals in Wanken, als er seinen besten Freund, einen Nicht-Muslim, im Namen von Allah verstoßen muss. Daraufhin wird er kritischer und löst sich unter Mühen aus dem salafistischen Geflecht.
Schmitz ist in seinem Vortrag die Interaktion mit den Schülern wichtig. Durch ausgewählte Passagen, die er aus seinem bereits veröffentlichten Buch vorliest, setzt er Impulse für Fragen aus der Zuhörerschaft, die er detailreich beantwortet. „Es war sehr interessant – toll, dass uns die Schule das ermöglicht hat, hier herzukommen“, betont eine Schülerin.









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Carola Holder




(Koordinatorin für außerschulische Kontakte)

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